Pinin Carpi, 1972

Jasmina und der Kaiser von China

oder Die abenteuerliche Märchenreise des Orangenbauern Tschon Tschon Blau

 

Worum es geht

Das war definitiv das erste Buch, das ich komplett und mit Begeisterung gelesen habe und das mir eine neue, unendliche Welt neben den bisherigen Comics eröffnete. Das war in den frühen 70ern, ich war wohl um die 8 oder 9 Jahre alt.

Hauptdarsteller ist der Orangenbauer Tschon Tschon blau, in dessen Leben alles entweder blau oder orange ist. Sein Hund ist orange und heißt Blau, der Kater hingegen ist blau und wird O Ran Tsche genannt. Sein kleiner blauer Fisch namens Blau Chen (um Verwechslungen mit dem Hund auszuschließen) lebt in einem Goldfischglas und schwimmt in Orangensaft. Hund und Fisch haben ihre Namen von den Lauten, die sie von sich geben. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass Tschon Tschon Blau ganz in blau und orange gekleidet ist. Soweit zum Setting.

Bei einem Besuch in der Hauptstadt trifft Tschon Tschon Blau den Kaiser von China, der Perlen in einen Fluss wirft, weil er einem Mädchen nachtrauert. Jasmina, so ihr Name, wohnt bei dem bösen Pantoffelmacher Schur Kee – die Namen sind Programm in dieser Geschichte. So gibt es noch den gefräßigen Fährmann Schling Schlung, und den Räuber Schoi Sal.

Es kommt, wie es kommen muss: Jasmina wird entführt und von der Fee Wanstaweiß verzaubert. Bis Tschon Tschon Blau und der Kaiser das Mädchen finden und befreien können, erleben alle ihr blaues Wunder.

Was mir gefällt

Schon die Namen der Protagonisten lassen erkennen, dass hier viel Spaß geboten wird. Und in der Tat gibt es fast auf jeder Seite etwas zu Lachen. Die Illustrationen tun das Ihre dazu. Das war nicht nur mein erstes „ernsthaftes“ Buch, das war auch das erste mal, dass ich nachts heimlich unter der Bettdecke weiter las. Ab hier gab es zum Thema „Bücher“ kein Halten mehr.

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Bernhard R. Scheurer
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