Isaac Asimov, 1951

Foundation Trilogie

 

Worum es geht

Die Foundation-Trilogie ist Teil des großen Gesamtwerkes von Isaac Asimov und meines Erachtens ein besonderes Highlight. Sie besteht aus den Teilen „Foundation“, „Foundation und Imperium“ und „Zweite Foundation“. Der zweite und der dritte Teil wurden in Deutschland auch als „Der Mutant“ und „Alle Wege führen nach Trantor“ veröffentlicht.

Die Geschichte beginnt (wie so oft) damit, dass ein Wissenschaftler eine Katastrophe ankündigt: Das galaktische Imperium, das Millionen von Welten umfasst, die in Frieden miteinander existieren und Wissen und Wohlstand angesammelt haben, nähert sich nach über 12.000 Jahren seinem Ende. So prophezeit es jedenfalls Hari Sheldon. Weiter erklärt er, dass nach dem Zusammenbruch für 30.000 Jahre Chaos und Barbarei vorherrschen werden, bevor sich ein neues Imperium bilden wird.
Sheldon ist Mathematiker und der Erfinder der Psychohistorik, die mit Wahrscheinlichkeitsberechnungen, Soziologie und Statistik die Zukunft ganzer Zivilisationen berechnen kann. Dieses Wissen ermöglicht Sheldon aber auch einen Plan zu entwickeln, um der kommenden Katastrophe entgegen zu wirken. Zwei Foundations sollen gegründet werden, die das Wissen durch die Zeit bewahren und die dunkle Phase auf 1000 oder weniger Jahre verkürzen sollen.

Gegen anfängliche Widerstände, werden schließlich 100.000 Wissenschaftler auf den Planeten Terminus, am Rand der besiedelten Milchstraße zu evakuiert, um dort vorgeblich an der Enzyklopaedia Galactica zu arbeiten. Sheldon, der kurz nach der Gründung der ersten Foundation verstirbt, hat Vorsorge getroffen und versorgt diese in von ihm vorausberechneten Zeiträumen mit aufgezeichneten Informationen, wie herannahende Krisen in der dunklen Zeit zu bewältigen sind. Die Foundation wird so zur Keimzelle des kommenden Imperiums.
Dann tritt eine einzelne Persönlichkeit auf den Plan und scheint Sheldons Pläne zu gefährden. Schließlich kann die Psychohistorik nur das Verhalten von Menschenmassen, aber nicht das von Individuen vorausberechnen…

Was mir gefällt

Die Story ist definitiv monumental, voller aussergewöhnlicher Ideen, die sich deshalb, kaum verwunderlich, in allen möglichen Scifi-Serien wieder finden. Obwohl man bei einer solchen Handlung mit viel Action rechnen könnte, läuft der größte Teil in Form von seitenlangen Dialogen über aktuelles, historisches und die beteiligten Personen ab. Trotzdem liest sich die Trilogie alles andere als langweilig. Asimov hat letztendlich den Zerfall des römischen Imperiums nachgestellt und dabei was-wäre-wenn-Szenarien bezüglich der Bewahrung von Wissen zur Gründung einer neuen Gesellschaft entwickelt.

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