Isaac Asimov, 1955

Das Ende der Ewigkeit

The End of Eternity

 

Worum es geht

Die Ewigkeit ist eine Organisation die ausserhalb der Zeit operiert. Sie wurde im 27. Jahrhundert mit dem Ziel installiert, die menschliche Gesellschaft zu optimieren. Das geschieht, in dem man in die Jahrhunderte in der Zukunft reist und dort – nach entsprechenden Beobachtungen – durch möglichst kleine Realitätsveränderungen extreme Ereignisse wie Kriege oder Katastrophen verhindert. Hierzu existiert in jedem Jahrhundert eine Station, von der aus man die jeweilige Realität betreten kann. Kurioser Weise sind die Jahrhunderte zwischen 70.000 und 150.000 unzugänglich – und danach gibt es keine Menschen mehr.

Andrew Harlan, im 95. Jahrhundert geboren, ist einer der „Ewigen“. Als Techniker führt er die Veränderungen vor Ort aus. Während seiner Arbeit im 428. Jahrhundert ereignen sich zwei wichtige Dinge: Harlan soll den Anfänger Brinsley Sheridan Cooper in der Geschichte der primitiven Menschheit des 20. Jahrhunderts (Harlans Spezialgebiet) ausbilden. Schließlich muss ja jemand die Erfindung der Ewigkeit anstoßen – und nein, das ist kein Zirkelschluss. So viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten.
Außerdem lernt Harlan die Sekretärin Noÿs Lambert kennen. Zwischen beiden entsteht eine Beziehung, die Harlan vor ein großes Problem stellt: Eine der nächsten Veränderungen, die er durchzuführen hat, wird zur Folge haben, dass Noÿs nie existiert haben wird. Folgerichtig bringt er sie in einer Station in den verborgenen Jahrhunderten in Sicherheit.

Noÿs, die aus der Zukunft stammt, kann Harlan davon überzeugen, dass die vielen Optimierungsversuche für das Verschwinden der Menschheit in ferner Zukunft verantwortlich sind. Ein Plan muss her, der einerseits den Ewigkeitsrat in dem Glauben lässt, Cooper würde die Ewigkeit initiieren, und der der Menschheit andererseits alle Möglichkeiten zu einer freien Entwicklung bietet. Dieser Plan ist so simpel wie genial.

Was mir gefällt

Der Roman ist ein starkes Plädoyer für die Freiheit der Entscheidung angesichts des Risikos eines Scheiterns. Asimov schafft es außerdem, komplexe Zusammenhänge in verständliche und spannende Handlungen umzusetzen. Ich werde nie die Szene vergessen, in der Harlan sich bei einer seinen verbotenen Aktionen im 428. Jahrhundert selbst begegnet …

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Bernhard R. Scheurer
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