Peter F. Hamilton, 2004

Die Commonwealth-Saga

The Commonwealth-Saga

 

Worum es geht

Die Commonwealth-Saga ist eine 4-bändige Space-Opera und stellt, wie bei Isaac Asimov – einen Teil des Gesamtwerkes von Peter F. Hamilton dar. Die Titel lauten im Einzelnen: Der Stern der Padora | Die Boten des Unheils | Der entfesselte Judas | Die dunkle Festung.

Im 24. Jahrhundert bevölkern die Menschen ein ca. 400 Lichtjahre durchmessendes Gebiet innerhalb der Milchstraße. Raumschiffe sind überflüssig, da alle Welten durch ein System von Wurmlöchern miteinander verbunden sind. Technologiekonzerne und wenige superreichen Familien-Dynastien lenken die Geschicke des Commonwealth; es besteht eine friedliche Koexistenz mit den bekannten Aliens. Lediglich die Sekte der „Guardians of Selfhood“, ist seit 140 Jahren im Kampf mit einem von ihnen behaupteten Alien namens „Starflyer“ und dessen Agenten, weil diese das Commonwealth infiltriert haben sollen.
Die Menschen sind mit zahlreichen technischen Gadgets ausgestattet: Mit Implantaten wie dem E-Buttler kann man in dem Commonwealth-weiten Netzwerk, der Unisphäre, agieren, Kommunikationsverbindungen zu anderen Teilnehmern aufbauen oder Informationen in sein Sichtfeld einblenden. Hat man ein bestimmtes Alter überschritten, kann man durch eine Rejuvenation gentechnisch verjüngt werden. Der eingebaute Memory-Chip ermöglicht es, im Fall des Todes in einem neuen Körper reaktiviert zu werden.

Eines Tages beobachtet ein Astronom wie ein Stern plötzlich verschwindet. Man vermutet eine Dyson-Sphäre, hinter der eine extrem hochentwickelte Kultur stecken muss, benennt das System mit Dyson-Alpha und geht – nach der Entwicklung eines geeigneten Raumschiffes – auf die Suche. Bei Ankunft findet man tatsächlich eine technische Barriere vor, die aber während der Untersuchung deaktiviert wird. Danach sieht sich das Commonwealth einem existentiellen Krieg gegenüber, da der Gegner davon überzeugt ist, es sollte ausser seiner Lebensform keine andere im Universum geben.
Wie weit die Ereignisse zurück reichen, wird ersichtlich, wenn der „Starflyer“ in den Fokus der Ereignisse rückt. Bleibt am Ende nur ein Genozid um die Menschheit zu retten?

Was mir gefällt

Eine unglaubliche Detailverliebtheit! Zu Beginn ist man mit sehr vielen Biografien, Welten und (noch) unverständlichen Technologien/Vokabeln konfrontiert, die keinen Zusammenhang zu haben scheinen. Im Hintergrund bewegt sich ein Teppich aus Meldungen innerhalb der Unisphäre. Sie alle zusammen bilden aber letztlich einen Gesamteindruck, so dass man recht tief in dieses komplexe Universum eintaucht.
Besonders beeindruck hat mich die Schilderung die Prime-Aliens, deren Evolution und Wahrnehmung der Handlung aus ihrer Sicht. Man erahnt, dass das, was wir für „normal“ halten, nur eine von vielen Möglichkeiten ist. Hier ist Hamilton ein echtes Highlight gelungen!

KONTAKT

Bernhard R. Scheurer
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PROFIL

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Evolutionärer Humanist • Atheist
Wissenschafts-/Technik-Enthusiast