Dieser Abschnitt der Website beschäftigt sich mit der Geschichte des Textilherstellers "Medima Werke" – Angefangen von der Idee, mit der mein Großvater väterlicherseits 1932 startete, bis zu deren Ende um die Jahrtausendwende.
geschichte

Geschichte

Neustart

NeustartNach dem Ende des zweiten Weltkrieges sieht man sich einer Situation gegenüber, die nicht besser ist, als zur Gründungszeit während der Weltwirtschaftskrise. Es fehlt der Firma an Züchtern und somit an Rohstoffen. Den Züchtern wiederum fehlt es ernährungsbedingt an Tieren. Darüber hinaus hat die französische Militärregierung klare Vorstellungen davon, was innerhalb der Besatzungszone erlaubt ist.
Alles in allem eine riesige Herausforderung, der sich Karl Scheurer mit nunmehr 38 Jahren stellt. Der einzige Vorteil gegenüber dem Beginn, ist eine 12jährige Erfahrung, die ihn zu einem der führenden Fachleute dieser Branche gemacht hat.



Am 22. November 1945 wird bei der Zentralstelle für Textilwirtschaft in der französisch besetzten Zone in Badenweiler der Antrag eingereicht, Die Rohwolle direkt bei den Züchtern einkaufen zu dürfen. Zusätzlich schlägt man ein System für Qualitätsmerkmale und entsprechende Preise vor. Beides wird – bei einer Rücklieferungsquote von 20% des angelieferten Rohwollwertes – genehmigt und so die Grundlage für den Neustart gelegt.
Viele weitere Hindernisse machen einen organisierten Arbeitsablauf fast unmöglich: Es gibt ein Telefon, aber keine Verbindung. Es existiert ein Fahrzeug, aber keine Erlaubnis für ein persönliches Reisen und den Verkehr mit dem Selben. Die Zonengrenze ist ein weiteres großes Hindernis bei der Kontaktaufnahme mit Züchtern, Vertretern und Kunden.
Jede Menge Improvisation mit dem vorhandenen Material und geduldige Verhandlungen mit der Militärbehörde führen zu kleinen Erfolgen. Einige der Abenteuer, die hierbei zu bewältigen sind, kann man in dem Buch "Die Wohltat der Natur" nachlesen.

Im Laufe der Zeit "normalisieren" sich die Verhältnisse in Deutschland und das Arbeiten wird einfacher. Das neu geknüpfte Vertreternetz ist dichter als je zuvor und die Produktionsmengen erreichen ein Vielfaches derjenigen der Vorkriegszeit.

Der 1953 kreierte Markenname Medima (Medizin in Maschen), der 3 Jahre später als Markenzeichen eingetragen wird, ist nun Firmenname. 1962 verfügt das Unternehmen über 4 Produktionsstandorte in der Umgebung: Die Gründungsniederlassung in Hauingen, das bereits erwähnte Werk in Kandern, eine Spinnerei in Tegernau (1952) und der neue Hauptsitz in Maulburg.
Das Logo mit dem Hasenkopf und die Werbefigur "Lampi", sind seit 1958 aus der Funk- und Fernsehwerbung bekannt. in den 60ern erreicht Medima vorübergehend einen Bekanntheitsgrad von 83%.




Karl Scheurer Expansion
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